Manifest zur Energiewende

"Tagesspiegel" Beitrag der Max-Planck-Direktoren Schlögl und Renn

Prof. Robert Schlögl, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion und Prof. Jürgen Renn, Direktor des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte verfassten für die Tagesspiegel Beilage „130 Jahre Urania“ einen Artikel mit dem Thema „Warum wir einen radikalen Systemwechsel brauchen“.

„Wenn wir nicht einfach die Antwort der biologischen Evolution auf diese Veränderung abwarten wollen, die langfristig auch das Ende unserer Spezies bedeuten könnte, benötigen wir eine neue globale Energiewende“, heißt es in dem Artikel. Doch die Zeit sei knapp, denn weltweit liegen die CO2 Emissionen bei rund 35 Milliarden Tonnen jährlich und allzu viel Luft nach oben gäbe es nicht mehr: Wenn wir genauso weitermachen wie bisher, sind wir in maximal 30 Jahren an die absolute Grenze gestoßen.

Allzu einfache Lösungen für das Problem gäbe es jedoch nicht. Zwar sei der Gedanke, erneuerbare Energie statt fossiler zu nutzen, der richtige Weg; doch die Umstellung des gegenwärtigen Energiesystems sei nur durch radikale politische, soziale und wirtschaftliche Veränderungen möglich.

Wichtig sei auch, zunächst das momentane Energiesystem wirklich zu verstehen und zu wissen, was ein neues System leisten muss. Denn obwohl der Anteil erneuerbarer Energien stark angestiegen ist, ist durch den gleichzeitig erhöhten Bedarf an Energie die Abhängigkeit von den fossilen Energieträgern nicht gesunken.

Aus technisch-politischer Hinsicht, fehle zurzeit eine Regelungsstruktur, die es erlaube, die Energie aus den konventionellen Trägern dann zu drosseln, wenn die erneuerbaren für die Versorgung ausreichen würden. Den größten technisch-wissenschaftlichen Handlungsbedarf gäbe es im Bereich des Transports und der chemischen Speicherung von Energie.

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