Wissenschaft macht Schule

Mülheimer Oberstufenschüler besuchen das Institut

Ein wichtiges Anliegen für unser Institut ist die Nachwuchsförderung. So oft es geht versuchen wir, unsere Türen für Schüler oder Studenten zu öffnen und ihnen zu zeigen, woran wir forschen und wie der Arbeitsalltag als Wissenschaftler aussehen kann.

Auch in der vergangenen Woche hatten rund zwanzig Oberstufenschüler der Mülheimer Willy-Brandt-Schule, der Luisenschule und der Karl-Ziegler-Schule die Möglichkeit, die Arbeit am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion unter die Lupe zu nehmen. An drei Tagen besuchten die naturwissenschaftlich interessierten Schüler das Haus Ruhrnatur, die Hochschule-Ruhr-West und das MPI CEC und bekamen Einblicke in die Themenfelder Bionik und die Struktur der Materie.

Die Kooperation zwischen den drei Mülheimer Einrichtungen besteht seit 2016. Jedes Jahr können ausgewählte Schülergruppen verschiedener Altersstufen kurz vor den Sommerferien diese ganz besondere Exkursion unternehmen.

Am MPI CEC gab es für die Schüler zunächst eine Einführung in die Welt der Moleküle mit einem „3D-Molekülkino“ von Prof. Alexander Auer. Anschließend erläuterte Dr. Thomas Weyhermüller der Gruppe das Prinzip der hochkomplexen NMR-Spektroskopie (Kernspinresonanzspektroskopie), indem er diese Methode zur Untersuchung der elektronischen Umgebung einzelner Atome am Beispiel von Alltagsgegenständen veranschaulichte: So wurde der Unterschied zwischen Cola und Cola light sowieso zwischen Aspirin und Ibuprofen auf einmal deutlich sichtbar.
Darüber hinaus bestaunten die Schüler die verschiedensten Anlagen und Laboreinrichtungen, wie beispielsweise das hochmoderne, einzigartige Synchrotron, eine Apparatur zur Teilchenbeschleunigung, im Institut liebevoll „Emma“ genannt, weil sie stark einer Lokomotive ähnelt.
Zum Abschluss konnte die Gruppe vom Dach des Instituts, auf dem eine Forschungs-Photovoltaikanlage steht, einen tollen Blick über Mülheim und das Ruhrgebiet werfen.

Ein Artikel zu den Aktionstagen ist im Mülheimer Blog lokalkompass und der Mülheimer Woche zu lesen.